Ausflugsziel Bamberg: Unsere Geheimtipps

Bamberg Geheimtipps

Die romantische Altstadt von Bamberg ist nicht einfach nur ein zu Recht beliebtes Ausflugsziel, sondern auch Weltkulturerbe. So schön sie ist: an den zentralen Sehenswürdigkeiten und den Wegen zwischen Ihnen kann es schonmal etwas eng werden. Vor allem während der Hochsaison der Flusskreuzfahrtschiffe.

Deswegen geht es hier nicht um die üblichen Sehenswürdigkeiten, die Dreh- und Angelpunkte eines Bamberg-Besuchs: Klein Venedig, Brückenrathaus, Alte Hofhaltung, Neue Residenz und Dom.

Es geht um die Nebenstraßen und Ecken, die manchmal nur Schritte neben den Haupttouren mit stillem Flair und sehenswerten Überraschungen warten. Für Bamberger wird keiner dieser Geheimtipps wirklich geheim sein, aber für alle, die für einen Tagesausflug nach Bamberg kommen sind sie eine echte Bereicherung.

Entdecke wie viel Bamberg abseits der Hotspots zu bieten hat.

Die meisten Besucher schieben sich auf den immergleichen Routen zu den immergleichen Hotspots. Aber Bamberg hat als Ausflugsziel mehr zu bieten.

Sebastian

Top-Geheimtipps bei einem Ausflug in Bamberg

Wenn man nur wenig Zeit hat und für einen kurzen Ausflug am Nachmittag nach Bamberg gekommen ist, dann gibt es ein paar Sehenswürdigkeiten, die wir als unsere Geheimtipps besonders an Herz legen:

  • Ein Spaziergang durch den Hain von der Mühlenbrücke zur Buger Spitze. Dass das Stadtzentrum zu einem guten Teil auf einer Flussinsel liegt, merkt nur bei einem Blick auf die Karte. Oder, wenn man von der Mühlenbrücke am Kanal entlanggeht und unvermittelt statt in der verwinkelten Altstadt im Hain zu stehen. Der Hain ist ein auf der ehemals sumpfigen Inselspitze im 19. Jahrhundert angelegtem Landschaftspark. Gerade bei heißem Wetter ist der Hain der Rückzugsort der Bamberger und wunderschön.
  • Austraße und Universität entdecken. Sie ist Teil der Fußgängerzone und die direkte Parallelstraße zum mit großen Läden und Obstständen belebten grünen Markt. Gerade durch diese zugleich zentrale und abgeschlossene Lage hat sie ein ganz anderes Flair. Sie liegt zwischen mehreren Universitätseinrichtungen in wunderschönen alten Gebäuden und beherbergt unter anderem eine der Mensen der Otto-Friedrich-Universität. Hier herrscht ein ständiges Kommen und Gehen von Studierenden und die Straße ist geprägt von kleinen wundervollen Läden und Cafés. Nirgends ist Bamberg lebendiger. Und an ihrem Ende kann man durch ein Portal in den Innenhof des ehemaligen Jesuiten-Klosters. Heute ist der Gebäudekomplex Teil der Universität ist. Dort steht ein riesiger Schwarznussbaum, in dessen Schatten man mitten in der Stadt eine Oase der Ruhe findet.
  • Zu den Bierkellern hinauf gehen. Es wird zumindest im Sommer eigentlich jedem Besucher von Bamberg geraten, aber erstaunlich wenige tun es dann auch tatsächlich. Im Süden Bambergs läuft die Altstadt in den Hügeln als sogenannte Bergstadt aus. Dort liegen die Bierkeller der Brauereien, wo direkt ausgeschenkt wird. Man sitzt dort gesellig unter Bäumen und oft mit umwerfendem Blick auf die Stadt. Ist einer voll, gibt es noch genug andere. Nur auf Parkplätze sollte man nicht hoffen. Auf die Keller läuft man besser. Und das bedeutet einen kräftigen Anstieg,

Lage & Anfahrt

Bamberg ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Westen von Oberfranken. Egal ob mit Bahn oder Auto: Es ist praktisch nicht zu verfehlen. Die interessanteren Fragen sind: Wie kommt man gut in die Innenstadt von Bamberg? Wo kann man parken? Was sollte man als Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer besser vermeiden, wenn einem die eigenen Nerven lieb sind?

Unser Tipp

Fahre ohne Ortskenntnis nicht in die Altstadt von Bamberg!

Die Straßen sind eng und verwinkelt und Möglichkeiten zu Wenden oder an anderer Stelle zurück z.B. über den Fluss zu kommen sind rar. Bamberg hat in der Innenstadt einige Tiefgaragen, von denen man in wenigen Gehminuten fast alles erreichen kann: Geyerswörth, Maximiliansplatz und Zentrum Nord liegen so gut, dass sich eine anderweitige Parkplatzsuche nur lohnt, wenn hier alles voll ist.

Was sehr zu empfehlen ist, ist ein Ausflug bei dem man per Bahn und dem eigenen Fahrrad am Bahnhof ankommt. Gerade die Geheimtipps für das Ausflugsziel Bamberg lassen sich mit dem Rad sehr gut kombinieren.

Unser Tipp – auch für Fußgänger, die mit der Bahn ankommen: Vom Bahnhof nicht die gerade Luitpoldstraße nehmen, sondern etwas nach rechts in die Wege des Gärtnerviertels ausweichen. Über Klosterstraße, Spitalstraße, Letzengasse und Kettenbrücke ist schon der Weg in die Innenstadt ein Erlebnis.

Unsere Tagesausflüge in Bamberg

Weil ein Tag in Bamberg nicht ausreicht, gibt es mehrere Themen und Touren, die sich für einen Besuch anbieten. In jeder kann man einige der bekannten Sehenswürdigkeiten mit Geheimtipps kombinieren. So hat man mehrere interessante und entspannte Tagesausflüge nach Bamberg.

Gärtner, Hecker und Wunderburg

Es wird zwar oft gesagt und in Broschüren geschrieben, ist aber trotz aller Bemühungen noch nicht bei der Masse der Besucher angekommen, dass der Status als UNSECO-Weltkulturerbe im Fall Bambergs mindestens ebenso sehr von der städtischen Gartenkultur abhängt, wie von den großen Denkmälern der Altstadt.

Ich persönlich finde, das sehr angenehm. Man kann einen ganzen Tagesausflug in Bamberg verbringen, ohne einmal die Regnitzarme zur Inselstadt mit der Fußgängerzone und weiter in die Bergstadt mit dem Dom zu überqueren. Das Bamberg nordöstlich des Flusses wird von den meisten Besuchern nur durchquert, um schnell „ins Zentrum“ zu kommen.

Wir sind schon verschiedenste Wege durch die Gartenstadt und die Wunderburg gegangen, aber für Ortsunkundige ist der Rundweg durch die Gärtnerstadt die erste Wahl, der an der Oberen Königsstraße auf Höhe der Kettenbrücke startet. Er ist tagesfüllend und mit dem entsprechenden Flyer findet man sich auch zwischen den gut gemachten Informationsstationen gut zurecht.

Museum, Sehenswürdigkeiten, Brauereien

Das Highlight für alle historisch Interessierte und Gartenfreunde ist das Gärtner- und Häckermuseum mit dem Sortengarten. Ein liebevoll gemachtes kleines Museum zum Leben und Arbeiten in der Gartenstadt. Dahinter ein wunderschöner Garten, in dem alte und lokale Sorten weiter angebaut werden und der zum Verweilen einlädt.

Was in den Unterlagen des Gärtnerwegs nicht näher ausgeführt wird, aber natürlich zu jeden Tagesausflug nach Bamberg gehört, ist das Bier. Praktischerweise liegen auf dem Rundweg gleich mehrere sehr gute Einkehrmöglichkeiten. Schon der Startpunkt liegt nur wenige Schritte von den Brauereien Fässla und Spezial. Und zum Ende hin warten in der Wunderburg mit Keesmann und Mahr zwei Brauereien, die man auf den üblichen Wegen durch Bamberg sonst nicht besucht. Besonders an lauen Sommerabenden, ist die Versuchung groß beim Mahrs-Bräu zu versacken und die restlichen Stationen auf dem Weg für irgendwann später aufzuheben. Und das wäre nicht der schlechteste Plan.

Zwischen den Inselspitzen: Von der Erba nach Bug

Die Bamberger Inselstadt zwischen den beiden Regnitzarmen ist vor allem für die Achse aus Fußgängerzone, Maxplatz und Grünem Markt hin zum Brückenrathaus bekannt. Wer Bamberg auf einem Tagesausflug wirklich erleben will, dem raten wir nicht diesen Weg von Breitseite zu Breitseite der Insel zu nehmen, sondern mal den Weg von Spitze zu Spitze zu versuchen. Es dauert länger, für den Rückweg empfehlen wir den öffentlichen Nahverkehr, aber es bringt ganz neue Einblicke abseits ausgetretener Routen.

Ich empfehle an der Erba-Spitze im Westen zu starten. Am Ochsenanger in Gaustadt hat man manchmal Glück, was Parkplätze angeht. Über eine Fußgängerbrücke kommt man in die Gartenanlage, den ältesten „gärtnerischen“ Teil des Landesgartenschau-Geländes dieser Spitze bildet. Der Schwenk über den Platz unmittelbar an der Spitze zur linken lohnt sich, um einen Blick in den Hafen und die dort inzwischen häufig ankernden Flusskreuzfahrtschiffe zu werfen. Das ganze Gartenschau-Gelände rund um die nun zu Universität und Studentenwohnheim umgebaute Baumwollspinnerei ERBA wäre ausreichend für einen gepflegten Tagesausflug. Also nicht zu lange verweilen, wenn man es bis nach Bug schaffen möchte.

So wohnt Bamberg

Der Weg von Erba über die Maria-Ward-Straße, Mußstraße , Weide und Kapuzinerstraße ist eine wohnungsbauliche Zeitreise von der Gegenwart in die Vergangenheit. Im modernen Viertel wartet als Abstecher das Diözesanarchiv mit kleinen aber feinen Ausstellungen im Foyer. Im Nachkriegsviertel kann man die Konzerthalle bewundern und an Weide/Markusplatz das alte Krankenhaus mit seinen dahinter versteckten top modernen Universitätsgebäuden zwischen den Gründerzeit-Häusern. Nach dem Markusplatz ist man dann mittendrin in der Altstadt. Auch ohne große Sehenswürdigkeiten gibt diese Strecke einem ein Gefühl dafür, wie die Bamberger leben.

Nach dem Markusplatz lohnt es sich ein klein wenig von der Hauptstraßen-Achse abzuweichen: Beim Clavius-Gymnasium recht in die Gassen zu gehen bringt einen direkt an die Türseiten der Häuser, die das bekannte Klein-Venedig formen. Zurück an der Kapuzinerstraße kann man schauen, die Tür am Haus hinter den Bäumen offen ist. Es gehört zur Universität und hat einen Durchgang zu den weiteren Universitätsgebäuden hinter ihm. Hier sieht man wie alt und neu erfolgreich Hand gehen und kommt mit etwas Glück genau am Eingang zum ehemaligen Jesuitenkloster in der Jesuitenstraße heraus. Auch das heute Universität. Im Innenhof wächst ein kolossaler Schwarznussbaum, dessen Schatten genauso zu einer Pause einlädt, wie die Spaghetteria gegenüber des Eingangs. Wer sich traut, sucht den Uni-Eingang am anderen Ende des Hofes und steigt zur Teilbibliothek 1 hinauf, die immer noch den Saal der Jesuitenbibliothek umfasst.

Entlang der Regnitz

Danach schneidet unser Weg die wichtigste Flanier- und Touristenstrecke aus am Grünen Markt. Unsere Empfehlung ist, sich mit den üblichen Massen ein Stück weit zum Brückenrathaus mittreiben zu lassen, vielleicht auch einen Abstecher zum Brückenrathaus zu machen, aber nach rechts Richtung Kranen und Hochzeitshaus abzubiegen und von dort unter die Rathausbrücken zu kommen. Hier geht es direkt am Fluss im Schatten hoher Fachwerkhäuser und der Bäume zur Geyerswörth. Auf einer pittoresken Fußgängerbrücke kommt man zum Schloss Geyerswörth. Auch dessen Innenhof ist einen Blick wert und der kleine Park hinter dem Schloss ist von der sehr kompetenten Information von Bamberg Tourismus flankiert.

Jetzt queren und folgen wir der Geyerswörthstraße nach Süden, stören uns nicht am Verkehr, sondern biegen an ihrer Linkskurve nach rechts ab, was uns durch die Gassen eines Studentenwohnheims wieder zum Fluss bringt. So verlockend die Mühlenbrücken auch sind (ein Abstecher schadet nicht), unser Weg geht nach links den Fluss entlang. Zur Linken kleine alte Häuser, zur Rechten der Blick auf die Villa Concordia.

Im Hain: Bamberg entspannt

Nach ein paar Brücken steht man dann unvermittelt im Hain. Der Übergang von Altstadt zu englischem Garten ist mit seinen kleinen Häusern am Fluss, den Brücken und dann dem Hainbad gerade im Sommer eine der schönsten Ecken der Stadt. Und normale Touristen finden schlicht den Weg nicht.

Im Hain verteilt sind Pavillons, Wiesen und nie ist der Fluss weit. Hier entspannen die Bamberger bei schönem Wetter. Biegt man da, wo die B22 auf ihrer Brücke über den Hain hinweggeht, nach links ab, kommt man flott zum Park+Ride Heinrichsdamm für den Rückweg. Vorher ist aber auf jeden Fall genug Zeit unter der Brücke hindurch und an den Sportstätten, die im waldigen Park eingebettet sind vorbei zur Buger Spitze zu gehen.

Im Sommer kann man hier auf sonnenwarmen Bänken den Tretboten zuzusehen, die man dort mieten kann. Am anderen Ufer liegt der namensgebende Ort Bug und vor der Spitze teilt sich die Regnitz friedlich in ihre beiden Arme. Herzlichen Glückwunsch. Diese Tour war nicht ohne, aber dafür hat sie Bamberg gezeigt, wie es die Bamberger leben und lieben.

Sand und Bergstadt: Geheimtipps und Sehenswürdigkeiten Eck an Eck

Brückenrathaus, Dom, Bamberger Reiter, Alte Hofhaltung, Residenz, Rosengarten, Michelsberg, Schlenkerla im Sand: Ja, Bamberg auf der Süd-Westseite der Regnitz ist touristisch ein Must-see. Wie so oft verebben die Touristenströme aber bereits mit einem beherzten Abbiegen in eine Nebengasse. Hier wollen wir gar keine Tour empfehlen, sondern einfach ein paar Orte vorstellen, über die mit offenen Augen zu stolpern sich wirklich lohnt.

Ausflug am Domplatz

Wenn der Domplatz auf dem Programm steht, dann solltet ihr zumindest auch eines der Museen dort besuchen. Im Diözesanmuseum warten viele Schätze, aber auch einige der ältesten erhaltenen Kleidungsstücke im ganzen Land: Aus dem Grab von Clemens II. (dem einzigen Papstgrab nördlich der Alpen) konnte man einen fast kompletten Satz liturgischer Kleidung des 11. Jahrhunderts bergen. Im Historischen Museum ist die Ausstellung „Im Fluss der Zeit“ über die Regnitz auch etwas für Museumsmuffel. Eine Tour durch die Kaisergemächer in der Neuen Residenz lässt sich gut mit dem Besuch des Rosengartens verbinden.

Was man aber auf keiner Broschüre findet, einen kleinen Abstecher aber definitiv wert ist, ist die Staatsbibliothek in der neuen Residenz. In der großen Tordurchfahrt zum Rosengarten durch die unauffällige Glastür rechts gehen. Direkt links Jacken und Taschen einschließen. Die erste Tür links in den Vorraum und dann nach rechts in den Lesesaal: Hier stehen alte Bücher unter Stuckgewölben mit hohen Fenstern zum Rosengarten. Ein einmaliges Ambiente!

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Von Sebastian

Ich bin Sebastian und komme aus den Haßbergen. Bei Ausflugsziele in Franken schreibe ich besonders gerne über Denkmäler, Museen und Altstädte. Ich habe in Bamberg studiert und auch wenn ich jetzt in Westfalen wohne, besuche ich Franken regelmäßig und entdecke dabei immer neue Geheimtipps und versteckte Ecken an bekannten Ausflugszielen.

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